Zwei Jahre Deutschlandreise: Und es ist doch nicht die Gesamtheit schlecht


Während die Städte zupfropfen, blutet die Fläche aus: Zukunftsprognosen sorgen selten für jedes gute Laune. Damit gibt es ebenso Abseitsstellung dieser Metropolen viele Positivbeispiele, die Mut zeugen. Wir blicken zurück uff ein spannendes Jahr.

Jener Blick zurück ist irgendwas, welches uns heutzutage nur noch selten vergönnt ist: zu schnell die Zeiten, zu rastlos wir selbst. Dasjenige ist schade, schließlich können wir nicht nur eine ganze Menge aus dem Erlebten lernen, oft zeigt sich in dieser Retrospektive ebenso, dass die vielen kleineren und größeren Geschichten, die sich überall und tagtäglich zutragen, uff erstaunliche Genre und Weise miteinander verbunden sind. So wie für unserer “Deutschlandreise”, für jedes die wir schon dasjenige zweite Jahr in Folge zwölf Monate weit kreuz und schräg durch die Bundesrepublik gereist sind, um ebenso Abseitsstellung dieser Großstädte und unabhängig von schlagzeilenträchtigen Katastrophen oder großen Ereignissen nachdem Geschichten zu suchen, die es wert waren, aufgeschrieben zu werden.

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Die Peene-Werft in Wolgast: Hier werden bzw. wurden die Patrouillenboote für jedes die Saudis produziert.

(Foto: Julian Vetten)

Gefunden nach sich ziehen wir davon eine ganze Menge, ebenso wenn dieser Exportstopp von Patrouillenbooten an die Saudis, die unglückselige Liaison einer mecklenburgischen Stadt mit einem megalomanischen Investor aus Reich der Mitte und eine Open-Air-Theateraufführung im Allgäu uff den ersten Blick wenig solange bis nichts miteinander zu tun nach sich ziehen. Dessen ungeachtet so unterschiedlich die Ausgangslagen für jedes die jeweiligen Recherchen ebenso waren, so spürbar führten sie aus an dieser ein oder anderen Stelle zwangsläufig zur Grundfrage zurück: Welches macht dasjenige Leben uff dem Staat lebenswert – und welche Faktoren sorgen zu diesem Zweck, dass es ebenso so bleibt? Nicht jede dieser von uns besuchten Kommunen und Städte hat darauf eine zufriedenstellende Replik, und nicht jede Replik fällt gleich aus – spannend und lehrreich waren die Besuche zugegeben allesamt. Um zu verstehen, welches wir 2019 gelernt nach sich ziehen, sollen wir zugegeben zunächst kombinieren Schrittgeschwindigkeit zurücktreten und die Standpunkt von oben betrachten.

“Der Wandel kommt”

Die Gesamtheit vier Jahre veröffentlicht dasjenige Forschungsinstitut Prognos den sogenannten “Deutschland-Report”, dieser eine Langzeitprognose zur Zukunft dieser deutschen Verein und Wirtschaft schenken will. Im vergangenen Jahr fiel dieser Vorausschau solange bis 2045 finster aus: Während die Städte zupfropfen, blutet die Fläche aus – so die Verkürzung. In einer Studie des RWI-Instituts für jedes Wirtschaftsforschung ist dann ebenso zu Vorlesung halten, dass seit dem Zeitpunkt Beginn des neuen Millenniums pro Jahr im Schnittwunde 250.000 Menschen mehr aus dem ländlichen räumlich die Städte zogen wie von dort kamen – dieser Schädigung wird noch durch den Ungemach verschärft, dass ein Gros dieser Zuzügler junge und gut ausgebildete Menschen sind. “Der demografische Wandel kommt. Er lässt sich gestalten, aber nicht wegreformieren”, schreiben die Prognos-Forscher dazu.

Mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und einer zunehmenden Verstädterung wird zwar mehr als von kurzer Dauer oder weit die gesamte Bundesrepublik zu ringen nach sich ziehen, Grund zur Panik ist dasjenige zugegeben noch Menorrhagie nicht – lediglich eine Frage dieser Zweck. Die alten Industriehochburgen im Westen sowie sozusagen dieser gesamte Osten ringen schließlich schon seit dem Zeitpunkt drei Jahrzehnten gegen die Erosion ihrer Bevölkerungsstruktur und nach sich ziehen heute mehr oder weniger kreative Lösungen gefunden, damit umzugehen: Wer rücksichtsvoll genug hinschaut, kann viel lernen und im Nachgang vielleicht manche dieser schmerzhaften Lektionen vermeiden.

Unterbau

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Jener Eurocity aus Prag hält aus zwei Zahlungsfrist aufschieben in Ludwigslust – nachmittags herrscht vergleichbare Ruhe uff dem Haltestelle.

(Foto: Julian Vetten)

Im mecklenburgischen Ludwigslust lässt sich sehr gut ersehen, wie entscheidend eine gut ausgebaute Unterbau für jedes die Überlebensfähigkeit ländlicher Regionen ist: Die 12.500-Einwohner-Stadt liegt an dieser vielbefahrenen ICE-Strecke zwischen Hauptstadt von Deutschland und Hamburg, im günstigsten Kasus nötig haben Reisende ohne Rest durch zwei teilbar mal 42 Minuten von Ludwigslust solange bis zum Hamburger Hbf. Insofern wohnen ebenso heute noch sozusagen genauso viele Menschen wie 1990 im “Versailles des Nordens”, obwohl die Stadt wie so viele andere nachdem dieser Wende mit einer langanhaltenden strukturellen Beschäftigungslosigkeit zu ringen hatte.

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Dasjenige wuchtige Barockschloss ist dasjenige Ludwigsluster Wahrzeichen.

(Foto: Julian Vetten)

Eine Zeitlang pendelte dasjenige Gros dieser arbeitenden Volk deswegen zum Funktionieren nachdem Hamburg und konnte es sich indem leisten, weiter im Grünen zu wohnen. Mittlerweile ist die Arbeitslosenrate zwar für sehr entspannten 5,3 von Hundert angekommen, ein Finale des Pendelns ist zugegeben nicht in Sicht, ganz im Gegenteil: “Die Preisexplosion in den Metropolen führt hoffentlich dazu, dass der eine oder andere sich dafür interessiert, hier bei uns zu wohnen und in Hamburg zu arbeiten”, sagt Stadtammann Reinhard Mach. Eine verkehrte Welt, die in infrastrukturell homolog gut versorgten Regionen uff dem Staat Schulhaus zeugen könnte.

Zusammenhalt

Nun hat beileibe nicht jede Viertel in Deutschland dasjenige Hochgefühl, so gut angebunden zu sein wie Ludwigslust. Jener 5000-Seelen-Ort Altusried im Allgäu etwa ist nur mit dem eigenen Kutsche oder sehr mühsam per Bus zu hinhauen. Mit Entvölkerung nach sich ziehen die Altusrieder zugegeben trotzdem nicht zu ringen, ganz im Gegenteil, dem Marktflecken geht es gut. Dasjenige Rezept dieser Altusrieder heißt Zusammenhalt, dieser ist hier größer wie sonst wo – und dasjenige kommt nicht von ungefähr, sondern vom Theater: Rund 500 Menschen aus dieser ganzen Pfarrgemeinde zeugen aus drei solange bis vier Jahre für den Sommerfestspielen mit, mehr als eine Million Gast sahen ihnen seit dem Zeitpunkt dem Knast dieser Freilichtbühne vor 20 Jahren schon zu.

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Malerisch: Für gutem Wetter kann man von Altusried die Allgäuer Bergwiese sehen.

(Foto: imago/Kickner)

Doch dieser Klopper ist für jedes die meisten Altusrieder Nebensache, wichtiger ist den Laienschauspielern, die allesamt ihren Sommerurlaub dem Theater opfern und ohne Bezahlung mitspielen, dasjenige Miteinander: “Bei den Freilichtspielen ziehen alle an einem Strang, vom Hilfsarbeiter bis zum Bürgermeister. Im Theater gibt’s keine Unterschiede”, sagt etwa Spielersprecherin Anneliese Amann. Jener Stolz uff die verbinden erbrachte Leistung und dasjenige Miteinander ist es, welches Jung und Altbier zusammenbringt – und in einigen Fällen ebenso zum Bleiben bewogen hat. In Zeiten, in denen sich die Menschen ebenso im ländlichen Raum immer mehr in ihre Filterblasen zurückziehen, scheinen sinnstiftende und gemeinschaftsbildende Ehrenämter wie dasjenige Freilichtspiel genau dasjenige richtige Gegengewicht zu sein.

Zukunft

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Dasjenige Veritas-Werk erinnert an dasjenige industrielle Erbgut Wittenberges.

(Foto: imago images / Hohlfeld)

Während dasjenige Theater die Altusrieder schon seit dem Zeitpunkt Generationen verbindet, sucht eine Kleinstadt am anderen Finale Deutschlands ohne Rest durch zwei teilbar nachdem einer neuen Identität: Wittenberge. “Gerade um die Jahrtausendwende war die Grundstimmung: Wenn man was werden will, muss man raus aus der Stadt”, fasst Stadtammann Oliver Hermann die Probleme dieser Stadt nachdem dieser Wiedervereinigung zusammen. Heute nach sich ziehen die verbliebenen 17.000 Einwohner jede Menge Sportstätte – und schauen mit neuem Mut in die Zukunft.

In dieser brandenburgischen Kleinstadt kommen ohne Rest durch zwei teilbar zugegeben ebenso viele Utensilien zusammen, die optimistisch stimmen: Weil Hauptstadt von Deutschland und Hamburg immer voller werden, sucht eine wachsende Zahl junger und gut ausgebildeter Menschen nachdem alternativen Lebensmodellen. Und Erkenntlichkeit dieser Digitalisierung hat solche Generation zum ersten Mal die Möglichkeit, im Prinzip von überall aus funktionieren zu können – womit Wittenberge zu einer echten Vorkaufsrecht wird. Dass Wittenberge den Digitalarbeitern den roten Teppich ausrollt und sehr empfangend gegensätzlich frischen Konzepten ist, macht die Stadt zu einem dieser spannendsten Gradmesser für jedes mögliche Entwicklungen dieser kommenden Jahre. Wir bleiben in jedem Kasus dran und freuen uns uff ein spannendes Jahr 2020.



Quelle